Über Helden, Heimat und Humor – 2 Männer, 2 Geschichten

Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, stehen in meinem Fokus für die August-Ausgabe von KeinHochglanzmagazin. Was sie verbindet: Beide lebten in jungen Jahren dort, wo Geschichte geschrieben wurde.

Bundeskanzler Walter Thurnherr am Wandern hoch über dem Thunersee (BE). „Früher sagte ich meinen Kindern gerne, dass dies der Thurnherr-See sei“, verrät er lachend. Foto: Anna Maier

Walter Thurnherr.
Vom Physiker zum Bundeskanzler – und vielleicht sogar zum Bundesrat? 

Doch, ich bin zugegebenermassen glücklich über den Umstand, dass unsere Wanderung mit Interview zustande kam in einer Zeit, in der Bundeskanzler Walter Thurnherr da und dort als Bundesratskandidat und möglicher Nachfolger von Parteikollegin Doris Leuthard (CVP) gehandelt wird und die Frage an ihn entsprechend präsent im Raum steht. Und ja, er bezieht Stellung in unserem Gespräch.

Walter Thurnherr und ich sind uns vor Jahren begegnet an einem Anlass des Think Tanks W.I.R.E. Dieser fokussiert sich seit rund einem Jahrzehnt auf globale Entwicklungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Thurnherr sitzt für W.I.R.E. im Beirat und hielt an jenem Abend eine seiner bekannt launigen Reden, gefolgt von einer nicht minder humorvollen Fragerunde.

Es wurde viel gelacht, obwohl die humoristischen Einlagen fern von partytauglichen Zoten waren. Der bundeskanzlerische Humor ist ein intelligenter, dem Lachen geht häufig eine kleine Denkeinlage voraus. Thurnherr liebt es, sein Gegenüber zu fordern und noch lieber schüttelt der studierte Physiker aus seinem Ärmel Daten und Fakten zu wissenschaftlichen Themen, bei denen – nach eigenen Angaben – „meist nur noch zwei, drei Leute mitdiskutieren können. Die anderen laufen davon“, wie er selber uneitel bemerkt: „Physik ist ein wunderbarer Partykiller.“

An jenem Abend, es mögen vielleicht vier, fünf Jahre her sein, kamen wir ins Gespräch und sind es seither geblieben – lose, aber stetig. Ein Kontakt, wie er sie vielleicht zu Hunderten pflegt. Er sei vernetzt wie kaum ein anderer, attestiert man ihm. Erstaunlich, wie er dafür Zeit findet – mir rätselhaft. Alleine deswegen würde wohl den meisten von uns irgendwann der Schnauf ausgehen.

Aber vermutlich ist es genau diese Eigenschaft, die viele Menschen an Walter Thurnherr mögen – seine Nahbarkeit. Kritik hört man selten, die meisten Politiker und Medienleute mögen den umtriebigen und blitzgescheiten Macher. Kein Wunder, fällt sein Name hier und dort, wenn es um die Nachfolge von CVP-Bundesrätin Doris Leuthard geht. Er möchte aber nicht in deren Fussstapfen treten, sagt er im Interview dezidiert.

Ob das der Wahrheit entspricht oder ob dahinter eine Taktik steckt, wird die Zeit zeigen.

Neben dieser klaren Aussage offenbart das Interview aber noch viel anderes – meiner Meinung nach – Lesenswertes: Warum seine Mutter manchmal anruft, um zu wissen, ob man ihn in Bundesbern „immer noch brauchen könne“ und warum er in Moskau seinen Führerschein gemacht hat.

HIER gehts zum Interview.

„Wo immer ich beruflich weilte, passierte etwas Schlimmes“, erzählt mir General Manager Martin Lount und hofft, dass die Malediven trotzdem ein Paradies bleiben. Foto: Anna Maier

Martin Lount.
Vom Koch in Krisengebieten zum General Manager auf den Malediven.

Irgendwie fühlte es sich an, wie wenn mir jemand auf den Malediven plötzlich eine Skijacke über die Schultern gelegt hätte: Hier im Inselparadies einen Hotelmanager zu treffen, der bisher als Koch vor allem in Krisengebieten unterwegs war, schien mir total absurd.

Eigentlich wollte ich ja entspannt Ferien machen, ohne Handy und Laptop. Schlussendlich nahm ich mein Arbeitsmaterial aber doch aus dem Zimmersafe und begann, diese Lebensgeschichte aufzuzeichnen. Martin Lount erzählte und erzählte. Eine Geschichte war aufregender als die andere. Hätte ich das Gespräch nicht aufgezeichnet, ich hätte das Gehörte wohl nicht mehr zusammengebracht.

Kaum zu glauben, dass alles in ein einziges Menschenleben passen soll.

Wie er als junger Koch aus Geldnot in den Ersten Golfkrieg zog und warum an seiner eigenen Hochzeit 700 Gäste seiner Frau, aber nur zwei von ihm anwesend waren:

Das bewegte Leben des Briten Martin Lount in voller Länge gibt es HIER nachzulesen.

Viel Freude beim Lesen! Ich freue mich über jeden Kommentar,

Anna Maier

PS. Wer mehr über meinen Alltag erfahren möchte, folgt mir mit einem KLICK auf Instagram.

Foto-Credits
Anna Maier: Vicki McLeod
Walter Thurnherr: Anna Maier
Martin Lount: Anna Maier

Newsletter

Melde dich für den Newsletter an und ich informiere dich über jeden neuen Artikel, der auf KeinHochglanzmagazin erscheint.

Vielen Dank. Bitte klick auf die Bestätigungsmail die ich dir gerade gesendet habe. Erst dann ist die Anmeldung abgeschlossen.

Hoppla, etwas ist schief gelaufen...

2. Juli 2018
«In der Oper wird gebuht und gepfiffen wie auf dem Fussballplatz.» Andreas Homoki, 58, Intendant
1. August 2018
„Ich habe Dinge gesehen, über die ich nicht mal sprechen kann.“ Martin Lount, 50, Hotelmanager

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind gekennzeichnet durch *

Send this to a friend